Kleinbürgschaften

Was ist eine Kleinbürgschaft und wie funktioniert sie?

Im Video wird es erklärt! Bestehen noch weitere Fragen? Dann werfen Sie gerne einen Blick in unser ausführliches FAQ weiter unten.

So ist der aktuelle Stand

Bis zum Schulbeginn im Sommer 2024 benötigt die GLS Bank Sicherheiten in Höhe von 100.000 €. Über diese Summe werden die aktuell noch anstehenden Bauarbeiten bis zum Schulstart bezahlt. Mit jeder Bereitschaftserklärung kann eine weitere Kachel in unserem "Bürgschaften-Tracker" ausgefüllt werden. Eine Kachel entspricht theoretisch einer Bürgschaft in Höhe von 2.000 €.

Mit Hilfe von 29 Bürginnen und Bürgen können wir bisher 58.000 € abdecken. Ein herzliches Dankeschön an alle bisherigen Unterstützerinnen und Unterstützer!

Möchten auch Sie eine Kachel füllen und damit die Realisierung unseres Schulgründungsprojektes unterstützen? Dann finden Sie anbei die entsprechende Bereitschaftserklärung zur Übernahme einer Kleinbürgschaft

Haben Sie noch weitere Fragen?

Hier in den FAQ geben wir ausführliche Antworten auf die häufigsten Fragen zum Thema Kleinbürgschaften. Sprechen Sie uns auch gerne persönlich an!

Wofür brauchen wir Kleinbürgschaften?

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Es ist kein Geheimnis, dass die Gründung und der Betrieb einer Schule mit einem gewissen finanziellen Aufwand verbunden sind. Ein fundierter und langfristiger Finanzplan hilft, den Überblick über alle anfallenden Ausgaben und Einnahmen zu behalten und wirtschaftlich zu arbeiten. Ohne diesen Finanzplan gäbe es keinen Kredit von der GLS-Bank und keine Schulgenehmigung vom Sächsischen Landesamt für Schule und Bildung! 

Bereits in der aktuellen Gründungsphase fallen Kosten z.B. für Miete, Versicherungen, Genehmigungen, Planungen und notwendige Bau-/Sanierungsmaßnahmen am und im Schulgebäude an. Eine moderne Schule von heute muss bereits vor der Eröffnung bestimmte gesetzliche Anforderungen hinsichtlich Brandschutz oder Barrierefreiheit erfüllen. Konkret heißt das für uns, dass wir beispielsweise eine Brandmeldeanlage oder neue Rauchschutztüren nachgerüstet haben und derzeit noch ein behindertengerechtes Bad sowie einen barrierefreien Zugang mit Rampe zum Schulgebäude bauen. 

Als Schule in freier Trägerschaft erhalten wir jedoch erst nach einer dreijährigen Wartefrist („Bewährungsphase“) staatliche Zuschüsse in größerem Umfang. Daher sind wir gerade in der Gründungsphase und in den ersten drei Schuljahren auf externe finanzielle Unterstützung angewiesen, um die kostenintensiven und gesetzlich vorgeschriebenen Voraussetzungen sowie Betriebs- und Personalkosten zu finanzieren.

Aktuell werden die laufenden Kosten durch Vereinsbeiträge, Spenden, Förderprogramme oder einen Kredit gedeckt. Bei letzterem unterstützt uns die GLS-Bank, die sich auf freie Schulgründungen spezialisiert hat. Verständlich, dass diese im Gegenzug die Sicherheit haben möchte, dass sie ihr Geld in absehbarer Zeit wieder zurückbekommt. Und hier kommen die Kleinbürgschaften ins Spiel! 

Was ist eine Kleinbürgschaft und wie funktioniert sie? 

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Mit der Kleinbürgschaft erklärt sich eine Person bereit, im absoluten Ausnahmefall für unsere finanziellen Verpflichtungen gegenüber der GLS-Bank bis zu einer vorher festgelegten Höhe einzustehen. Bei der finanziellen Verpflichtung handelt es sich um die Rückzahlung des Kredits, der uns für die Gründung und den Anfangsbetrieb der Schule gewährt wurde. 

Mit einer Vielzahl an Kleinbürgschaften können wir der Bank die Sicherheit geben, dass viele verschiedene Menschen für den Erfolg unserer Schule einstehen und somit die Rückzahlung des gewährten Kredites somit in jedem Fall gesichert ist. Es handelt sich also um eine Risikoabsicherung, die durch eine Gemeinschaftsleistung getragen wird und somit für jeden Einzelnen möglichst gering gehalten wird. 

Die Kleinbürgschaften dienen aktuell der Überbrückung der notwendigen Bau- und Sanierungsarbeiten sowie der dreijährigen Wartezeit („Bewährungsphase“) ohne öffentliche Mittel in größerem Umfang. Nach Ablauf dieser Wartefrist erhält unsere Schule dann die volle finanzielle Unterstützung durch den Freistaat Sachsen. Zusammen mit Vereinsbeiträgen, Spenden, Stiftungsgeldern, GTA-Zuschüssen und Schulgeldern reichen die Einnahmen nun aus, um das Darlehen über eine Gesamtlaufzeit von 10 Jahren schrittweise zu tilgen. Mit der vollständigen Rückzahlung des Darlehens erlischt die Bürgschaft automatisch! 

Wer darf eine Kleinbürgschaft abschließen?

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Jede natürliche Person ab 18 Jahren mit Wohnsitz in Deutschland darf, unabhängig vom tatsächlichen Einkommen und Vermögen, genau eine Kleinbürgschaft übernehmen. Mehrere Kleinbürgschaften derselben Person sind nicht möglich. Unternehmen können keine Kleinbürgschaft abschließen.

Wie hoch ist eine Kleinbürgschaft? 

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Die einzige Vorgabe der Bank ist, dass die Höhe der Kleinbürgschaft zwischen 500 € und 3.000 € liegen muss. Ansonsten entscheidet jede Person selbst! Je höher die einzelnen Kleinbürgschaften sind, desto weniger bürgende Personen werden insgesamt benötigt. Eine nachträgliche Aufstockung der eigenen Kleinbürgschaft ist möglich. Allerdings sollte jede Person nur so viel bürgen, wie sie es sich im Notfall ohne existenzielle Probleme leisten könnte.

Ein geringerer (< 500 €) oder höherer Betrag (> 3.000 €) ist leider nicht möglich. Durch den festgelegten Höchstbetrag wird das Risiko für den Einzelnen bewusst überschaubar gehalten und auf viele Schultern verteilt. In diesem Rahmen kann eine Kleinbürgschaft ohne Selbstauskunft und ohne Offenlegung der eigenen Einkommens- und Vermögensverhältnisse gewährt werden.

Was passiert mit meiner gebürgten Geldsumme? 

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Die Bürgschaftssumme muss nicht als Bargeld zur Verfügung stehen. Es ist auch keine Auszahlung oder sonstige Bereitstellung bzw. Reservierung des Beitrags erforderlich. Das Geld bleibt bei Ihnen. Aus der Übernahme der Bürgschaft fallen keine Kosten an!  

Die kreditgebende GLS-Bank ist nur dann berechtigt, den von Ihnen gebürgten Geldbetrag einzufordern, wenn der Kredit von uns als Schule nicht zurückgezahlt werden kann. Dieses Risiko haben wir auf ein Minimum reduziert. Die zugrundeliegende fundierte und langfristige Finanzplanung wurde von verschiedenen behördlichen und fachlich versierten Akteuren geprüft und  in ihrer Fortschreibung auch zukünftig von diesen zusätzlich begleitet

Wie lange läuft eine Kleinbürgschaft? 

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Die Bürgschaft läuft bis zur vollständigen Rückzahlung des Kredites. Sollte das Darlehen nach Ablauf von 5–6 Jahren (auf diese Spanne befristet in der Regel die GLS-Bank seine Darlehensverträge für Bürgschaftskredite) noch nicht zurückgezahlt sein, kann die bürgende Person erst dann aus der Verantwortung entlassen werden, wenn für die Folgeperiode eine anderweitige Absicherung vereinbart wurde oder eine Umschuldung erfolgt. Gegebenenfalls können mit Zustimmung der Bank auch einzelne Bürgschaften ausgetauscht werden bzw. für den Restsaldo neue Bürgschaftsvereinbarungen getroffen werden. Wenn die Bürgschaftsverpflichtung, wie beschrieben, erloschen ist, erhält der Bürge/die Bürgin das Original der Bürgschaft über den/die Darlehensnehmer/in oder direkt von der GLS Bank zurück.

Welche Auskünfte möchte die Bank im Zusammenhang mit der Kleinbürgschaft von mir haben? 

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Die Bank verzichtet bei Kleinbürgschaften auf Selbstauskünfte und Bonitätsnachweise. Es erfolgen also weder persönliche Abfragen (z. B. Gehaltsnachweise) noch Eintragungen in Kreditdateien (z. B. Schufa).

Hat die Kleinbürgschaft Auswirkungen auf meine Kreditwürdigkeit?

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Nein. Die Bürgschaft wird auch nicht an die Schufa gemeldet und hat somit keine Auswirkung auf die Kreditwürdigkeit oder Bonität der bürgenden Person. 

Wie sind die Erfahrungen mit Kleinbürgschaften?

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Als erfahrener und verlässlicher Partner unterstützt die GLS-Bank seit vielen Jahren erfolgreich zahlreiche gemeinnützige Organisationen in ganz Deutschland mit Kleinbürgschaften. Allein im Bildungsbereich wurden bereits hunderte freie Schulinitiativen bei der Realisierung ihrer Projekte begleitet. Durch intensive Prüfungen und die enge Zusammenarbeit mit den Projektträgern sind Zahlungsschwierigkeiten oder gar Zahlungsausfälle bisher äußerst selten aufgetreten und wenn, auf eigene projektspezifische Herausforderungen zurückzuführen gewesen. 

Menschen, die eine Bürgschaft für ein gemeinnütziges Projekt gegenüber der GLS Bank übernehmen, können durch ihr praktisches Mitbegleiten jedem Vorhaben die innere und äußere Sicherheit geben, dass es während der Laufzeit der Bürgschaft nicht zu wirtschaftlichen und finanziellen Schwierigkeiten kommt. 

Welche vorbeugenden Maßnahmen verhindern die Notwendigkeit einer Inanspruchnahme der Kleinbürgschaften? 

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Die kreditgebende GLS-Bank ist nur dann berechtigt, den von Ihnen gebürgten Geldbetrag einzufordern, wenn der Kredit von uns als Schule nicht zurückgezahlt werden kann. Dieses Risiko haben wir so gering wie möglich gehalten. Unsere fundierte und langfristige Finanzplanung wurde von verschiedenen behördlichen und fachlichen versierten Akteuren geprüft und auch in Zukunft bei ihrer Fortschreibung von diesen Personen begleitet. Dazu gehören neben der GLS-Bank selbst das Sächsische Landesamt für Schule und Bildung und unser zertifizierter Finanzberater Frank Döderlein. Zusätzlich stehen uns ein Vereins- und Steuerberater zur Seite, die uns bei verschiedenen finanzrelevanten Angelegenheiten begleiten. Die Kosten für diese externe Fachexpertise sind ebenso im Finanzplan enthalten. 

Im Fall von wesentlichen Zahlungsrückständen werden wir automatisch von der GLS-Bank informiert. Sollte sich die Situation so darstellen, dass es nachhaltige Probleme gibt, würde eine Versammlung der Bürginnen und Bürgen einberufen, um zusammen mit allen Beteiligten nach Lösungswegen zu suchen, um die Schwierigkeiten zu überwinden. Erst wenn alle Versuche, eine Verbesserung der wirtschaftlichen Situation zu erreichen, erfolglos ausgeschöpft sind, werden Sie als bürgende Person zur Einlösung ihrer Bürgschaft aufgefordert.